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Aktuelles Bezügeabrechnung

Steuererleichterungen 2015

Mit dem Gesetz zur Anhebung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags vom 16.07.2015 (BGBl. I S. 1202 ff.) wurden mit Wirkung vom 01.01.2015 Steuererleichterungen beschlossen. Diese werden mit den Bezügen für Dezember 2015 wirksam.

Der steuerliche Grundfreibetrag (§ 32a EStG) erhöht sich im Jahr 2015 auf 8.472 EUR und im Jahr 2016 um weitere 180 Euro.

Der Kinderfreibetrag (§ 32 Abs. 6 EStG) steigt im Jahr 2015 auf 2.256 EUR und im Jahr 2016 um weitere 96 Euro.

Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in Steuerklasse II (§ 24b EStG) wird erstmalig nach der Kinderzahl gestaffelt und rückwirkend zum 1. Januar 2015 für das erste Kind um 600 Euro auf 1.908 Euro angehoben. Für das zweite und jedes weitere Kind steigt der Entlastungsbetrag zusätzlich um 240 Euro.

Die durch den geänderten Grundfreibetrag, den Kinderfreibetrag sowie den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende für das erste Kind eintretende Erleichterung für 2015 wird zusammengefasst bei der Bezügeabrechnung für Dezember 2015 berücksichtigt. Eine Überrechnung der bisherigen Bezügeabrechnungen des Jahres 2015 erfolgt nicht.

Die Bezügeempfängerinnen und Bezügeempfänger müssen nicht aktiv werden, um diese Entlastungen zu erhalten.

Der für das zweite und weitere Kinder mögliche Entlastungsbetrag für Alleinerziehende von jeweils 240 Euro kann im Lohnsteuerermäßigungsverfahren 2015 geltend gemacht werden. Hierzu ist ein entsprechender Antrag beim Wohnsitzfinanzamt zu stellen.

Änderungen in der Zusatzversorgung seit 01.07.2015

Tarifeinigung vom 28.03.2015 für den Bereich der TdL

Die Tarifpartner haben Änderungen auf der Finanzierungsseite für die Zusatzversorgung bei der VBL in den Abrechnungsverbänden West, Ost/Umlage und Ost/Beitrag vereinbart.

Danach gilt für Arbeitgeber, für deren Arbeitsverhältnisse der Tarifvertrag Altersversorgung (ATV) in der für die Tarifgemeinschaft deutscher Länder jeweils geltenden Fassung Anwendung findet, Folgendes:

Im Abrechnungsverband Ost/Beitrag zur Kapitaldeckung:

Neben dem Arbeitnehmerbeitrag in Höhe von 2,0 v. H. führen die Arbeitgeber einen zusätzlichen Arbeitnehmerbeitrag in folgender Höhe ab:

  • ab 1. Juli 2015 von    0,75 v. H.
  • ab 1. Juli 2016 von    1,50 v. H.
  • ab 1. Juli 2017 von    2,25 v. H.

Der Arbeitnehmerbeitrag wird als Gesamtbeitrag an die VBL abgeführt.

Der von den Arbeitgebern getragene Beitrag beträgt unverändert 2,0 v. H..

Im Abrechnungsverband West/Umlage

Neben dem Arbeitnehmeranteil zur Umlage von 1,41 v. H. des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts führen die Arbeitgeber einen zusätzlichen Arbeitnehmeranteil zur Umlage in folgender Höhe ab:

  • ab 1. Juli 2015:            0,2 v. H.
  • ab 1. Juli 2016:            0,3 v. H.
  • ab 1. Juli 2017:            0,4 v. H.

Die Erhöhung gilt auch für Beschäftigte im Tarifgebiet Ost, für die der Umlagesatz West maßgebend ist (§ 64 Abs. 2 Satz 4 VBLS).

Die Arbeitgeber beteiligen sich im Rahmen des Umlageverfahrens entsprechend dem periodischen Bedarf. Der vom Arbeitgeber zu tragende Umlagesatz im Abrechnungsverband West von derzeit 6,45 v. H. kann auf bis zu 6,85 v. H. und im Abrechnungsverband Ost/Umlage von aktuell 1,0 v. H. auf bis zu 3,25 v. H. angehoben werden, wenn es der finanzielle Bedarf für den jeweiligen Deckungsabschnitt erfordert. Ob und in welchem Umfang der vom Arbeitgeber zu tragende Umlagesatz angepasst wird, entscheidet der Verwaltungsrat der VBL auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten. Für den Abrechnungsverband Ost/Umlage beginnt ab 1. Januar 2017 ein neuer Deckungsabschnitt. Im Abrechnungsverband West hat der Verwaltungsrat im Herbst letzten Jahres entschieden, dass der Umlagesatz für den ab 1. Januar 2016 beginnenden Deckungsabschnitt unverändert bleibt.

Die Änderungen betreffen ausschließlich die Finanzierungsseite. Die bisherigen und künftigen Ansprüche der Versicherten bleiben unverändert.

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